Sinn und Unsinn von Diagnosen in der...

Ein Statement der Evolutionspädagogik lautet: Uns interessiert nicht, wie das Problem heißt, sondern wie sieht die Kommunikation zwischen Körper und Gehirn aus. Lassen Sie mich dies übersetzen, was damit gemeint ist. Für uns Evolutionspädagogen ist es nicht relevant ob die Störung als AD(H)S, Legasthenie, Rechenschwäche, mangelndes Sozialverhalten oder wie auch immer benannt...

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Sinn und Unsinn von Diagnosen in der Pädagogik

Verfasst am 03.11.2017

Ein Statement der Evolutionspädagogik lautet:

Uns interessiert nicht, wie das Problem heißt, sondern wie sieht die Kommunikation zwischen Körper und Gehirn aus.

Lassen Sie mich dies übersetzen, was damit gemeint ist.

Für uns Evolutionspädagogen ist es nicht relevant ob die Störung als AD(H)S, Legasthenie, Rechenschwäche, mangelndes Sozialverhalten oder wie auch immer benannt wird. Uns interessiert wie sieht die Bewegung aus, auf die der Schüler in der entsprechenden Situation zurückgreift. Über Bewegung bildet der Körper ab, aus welchem Gehirnbereich der Schüler aktiv ist. Dies wiederum beeinflusst seine Wahrnehmung und sein Verhalten in der entsprechenden Situation.

Bin ich in der Lage dies zu erkennen, ist es mir möglich situationsorientiert auf den Schüler einzugehen und gleichzeitig auch zu verstehen, warum er so und nicht anders mit der Situation umgehen kann. Mit grundlegenden Körperübungen kann ich das zugrunde liegende Ungleichgewicht trainieren. Ist der Schüler im Gleichgewicht, verschwindet die Auffälligkeit oder Störung, Kompetenz und Talent entfalten sich.

Häufig läuft es jedoch anders in der Pädagogik. Es wird eine Auffälligkeit beobachtet und aus Hilflosigkeit wird um Abklärung gebeten. Es wird nach Ursachen und Schuld gesucht, anstatt nach Lösungen.

Ist eine Diagnose erst mal gefunden, wird der Schüler meist nur noch unter dieser Brille gesehen.

Dies bedeutet, alles was zur Diagnose passt wird wahrgenommen und unbewusst auch erwartet. Der Teufelskreis ist perfekt.

Erinnern wir uns an Paul Watzlawicks Aussage: “Das was du tust um ein Problem zu lösen, ist der Grund, warum du das Problem hast“.

Ludwig Koneberg und Silke Gramer-Rottler machen in ihrem Buch Kindgerecht Lernen mit der Evolutionspädagogik“ deutlich, was derzeit in unserm Bildungssystem falsch läuft.
Sie bieten auf der anderen Seite auch gleich konkrete Vorschläge, mit denen Eltern, Lehrer und Erzieher die persönlichen Kompetenzen und Ressourcen der Kinder fördern können.

Geben Sie sich nicht mit einer Diagnose zufrieden! Ermöglichen Sie ihrem Kind die Entfaltung seiner Kompetenzen und Talente. Die Evolutionspädagogik unterstützt Sie dabei.

Rufen Sie mich an, wenn Sie Fragen dazu haben, oder besuchen Sie meine Vorträge und Workshops.

Bleiben Sie im Gleichgewicht.

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